Ziel und Aufgaben

Ziel des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung (VndS) ist es, die niederdeutsche Sprache und Literatur in ihrer ganzen sprachkulturellen Erscheinungsvielfalt in Geschichte und Gegenwart zu erforschen (so bereits die Gründungssatzung vom 25.8.1874). Dadurch leistet der Verein seinen Beitrag zum Verständnis der kulturellen Vielfalt in Europa und zu ihrer Erhaltung in der Gegenwart.

Der VndS verzichtet bewusst auf die sprachkulturelle Pflege des Plattdeutschen, trägt aber durch die wissenschaftliche Aufarbeitung grundsätzlicher Fragestellungen auch zur Diskussion und Lösung sprachpraktischer Fragen bei.

Geschichtliche Entwicklung und Erscheinungsform des Niederdeutschen werfen heute zahlreiche neue Probleme auf, die auch in der internationalen Diskussion von Bedeutung sind. Diese erwachsen vor allem aus der gegebenen regionalen Mehrsprachigkeit und dem Sprachkontakt im norddeutschen Raum, z. B. im Bereich

  • variationslinguistischer (Sprachkontakt, Konvergenz, Sprachwandel),

  • soziolinguistischer (Bezug Sprache-Sprechergruppe),

  • psycholinguistischer (sprachliche Identität, Enkulturation) und auch

  • sprachpolitischer (Bezug Sprecher-Staat) Aspekte.

Der VndS veröffentlicht mit dem Niederdeutschen Jahrbuch und dem Korrespondenzblatt zwei wissenschaftliche Periodika. Seit 1970 informiert der Verein mit seiner Niederdeutschen Bibliographie regelmäßig über die aktuellen Veröffentlichungen im Bereich der niederdeutschen Sprach- und Literaturwissenschaft. Die Jahrestagung, auf der neue Forschungsergebnisse und aktuelle Projekte vorgestellt werden, bietet ein Gesprächsforum, das Fachwissenschaftler, Lehrende, Studierende und an der Regionalkultur Interessierte zusammenführt. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses veranstaltet der VndS während der Jahrestagung regelmäßig ein DoktorandInnenkolloquium.

Zu den derzeit über 400 Mitgliedern des VndS zählen Forscher aus vielen Ländern Europas und aus Übersee. Damit werden breite fachbezogene Diskussionen ermöglicht, die nicht zuletzt auch Anregungen für weitere wissenschaftliche Arbeiten geben können.

 

 

Dank

Wir danken den Ländern 
Schleswig-Holstein
Hamburg
sowie dem Landschaftsverband-Westfalen-Lippe
und dem
Landschaftsverband Rheinland
für ihre Unterstützung