Verein für Niederdeutsche Sprachforschung

Verein für niederdeutsche Sprachforschung

Der Verein für niederdeutsche Sprachforschung befasst sich mit der niederdeutschen Sprache und Literatur in ihrer ganzen sprachkulturellen Erscheinungsvielfalt. Durch Forschung in Geschichte und Gegenwart leistet der Verein seinen Beitrag zum Verständnis der kulturellen Vielfalt in Europa und zu ihrer Erhaltung in der Gegenwart.

Die nächsten Veranstaltungen im Überblick:

06 Oktober 2026
All day

Call_15. VndS-NwK_13. Forum Sprachvariation_Wien 2026_01.06.2026_ Der Konferenzaufruf richtet sich an Nachwuchswissenschaftler*innen auf unterschiedlichen Qualifikationsstufen zwischen einem fortgeschrittenen Masterstudiengang und einem Habilitationsprojekt. Zur Vorstellung gelangen können sowohl abgeschlossene Studien als auch gerade begonnene oder laufende Projekte, die in eine Abschlussarbeit, Promotion oder Habilitation münden werden oder eine andere Form von Forschungsvorhaben betreffen. Kennzeichnend für das Forum und das Kolloquium ist eine offene und konstruktive Diskussionskultur, die einen gewinnbringenden kollegialen Austausch über Ideen und Ergebnisse, die an unterschiedlichen Stellen im Forschungsprozess stehen, verspricht. Das thematische Feld ist, orientiert an den Arbeitsgebieten der ausrichtenden Vereine, weit gesteckt. Willkommen sind Studien zu allen Teilgebieten der Regionalsprachenforschung, wodurch das Spektrum zwischen Basisdialekt und standardnahem Regiolekt ausgeschöpft und methodisch vielfältig bearbeitet werden kann. Variationslinguistische Studien werden ebenso diskutiert wie wahrnehmungsdialektologische und sprachhistorische Ansätze, so dass auch Arbeiten zu den älteren Sprachstufen des Niederdeutschen und des Hochdeutschen vorgeschlagen werden können. Sprachräumlich erstreckt sich das Themengebiet des Kolloquiums über den gesamten oberdeutschen, mitteldeutschen und niederdeutschen Sprachraum hinweg und ermöglicht so einen Abgleich der sprachlichen und sprachkulturellen Situationen in den mundartlichen Großräumen. Neben empirisch ausgerichteten Studien werden auch vornehmlich theoretische Ansätze aufgerufen. Unter methodischen Gesichtspunkten kann die bereits angedeutete Vielfalt der Herangehensweisen an das Sprachmaterial gespiegelt werden. Insbesondere für den niederdeutschen Themenblock tritt die Auseinandersetzung mit altsächsischer, mittelniederdeutscher, frühneuniederdeutscher und neuniederdeutscher Literatur unter primär literatur- und kulturwissenschaftlichen Paradigmen hinzu. In Reaktion darauf können auch Studien zu dialektliterarischen Texten des mittel- und oberdeutschen Rau- mes zum Vorschlag gebracht werden und das Tagungsspektrum erweitern. Für Vortragsvorschläge aus dem umrissenen Themenfeld werden bis zum 1. Juli 2026 Abstracts im Umfang von maximal 500 Wörtern an die E-Mail-Adresse forum@igdd.org erbeten. Auf die Vorschläge und die gemeinsame Tagung freuen sich Claudia Mattes (Wien), Anja Wittibschlager (Wien), Robert Langhanke (Flensburg), Nicole Palliwoda (Kiel) und Jeffrey Pheiff (Dortmund / Bern)

Aktuelles

Der Verein für niederdeutsche Sprachforschung veranstaltet regelmäßige Tagungen zu aktuellen Themen im Bereich der Sprachforschung.

Publikationen

Der Verein für niederdeutsche Sprachforschung veröffentlichte seit 1874 mehr als 60 Bände in mehreren Schriftenreihen (vgl. Korrespondenzblatt 103/1996, Heft 2, S. 57–66). Neben Editionen wichtiger niederdeutscher Handschriften und Drucke wurden Monografien publiziert, die sich mit Fragen der niederdeutschen Sprach- und Literaturwissenschaft beschäftigen.

Über den Verein

Der Verein für niederdeutsche Sprachforschung (VndS) wurde 1874 als einer der ersten Sprachvereine Deutschlands in Hamburg gegründet. Die Gründungszeit war geprägt von einem aufkommenden allgemeinen Interesse für Sprach- und Sprachgeschichtsforschung, in der auch der Dialektologie eine steigende Aufmerksamkeit gewidmet wurde.
An einigen Universitäten in Norddeutschland kann niederdeutsche Philologie in unterschiedlichen Zusammenhängen studiert werden. Zumeist ist das Studium des Niederdeutschen an die Germanistik angebunden. Ermöglicht werden Ergänzungsfächer, Zertifikate und Schwerpunktbildungen.
Die Niederdeutsche Bibliographie informiert über Publikationen auf dem Gebiet der niederdeutschen Philologie. Sie wird seit 1970 regelmäßig im Korrespondenzblatt veröffentlicht.
Über das Internet ist heute eine Vielzahl von digitalisierten Texten frei zugänglich, die sich auf niederdeutsche Themen beziehen, wie etwa Grammatiken und Arbeiten zur niederdeutschen Sprach- und Literaturgeschichte. Darüber hinaus sind literarische Texte der wichtigsten niederdeutschen Autoren verfügbar.
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